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Schimmel durch falsches lüften

Schimmelbildung in der Wohnung kann verschiedene Ursachen haben. Häufig entsteht Schimmel durch falsches lüften. Aber was ist richtiges und falsches lüften und wie kann ich Schimmel vermeiden? Im Folgenden wollen wir die häufigsten Fehler beim Lüften beschreiben.


Die wichtigsten Fehler

Ago SchimmelstoppEin häufiger Fehler beim Lüften ist das Dauerkipplüften. Dabei wird das Fenster in Kippstellung geöffnet und in dieser Position länger als 60 Minuten belassen. Aufgrund der niedrigen Außentemperaturen kühlen die Räume aus und die feuchte Raumluft kann sich an den Wänden sammeln. Das ist eine optimale Voraussetzung für Schimmelbildung. Man muss dazu wissen, dass die Feuchtigkeit der Raumluft immer an der kühlsten Stelle des Zimmers kondensiert.

Ein weiterer Fehler beim Lüften ist das Kippen oder Kipplüften. Hier kippen die Verbraucher das Fenster und das Fenster wird nur sehr kurz oder selten ganz geöffnet. So entsteht nur ein kleiner Öffnungswinkel des Fensters und in der Folge ist der Luftaustausch der feuchten Raumluft nur im geringen Maß und sehr langsam möglich. Somit verbleibt der größte Teil der feuchten Raumluft in der Wohnung. Auch dies begünstigt die Schimmelbildung.

Um Schimmel vermeiden zu können, ist das richtige Stoßlüften eine wichtige Voraussetzung. Das Stoßlüften sollte nicht zu kurz und auch nicht zu lange erfolgen. Beim zu kurzen Stoßlüften wird das Fenster nur ein bis zwei Minuten vollständig geöffnet. Durch die kurze Zeit kann zu wenig feuchte Raumluft nach außen entweichen. Ein vollständiger Austausch der Luft ist nicht möglich. Beim zu langen Stoßlüften verbleibt das Fenster länger als 20, 25 Minuten geöffnet. Hier ist das Problem, dass die Luft zwar vollständig ausgetauscht wird, der Wohnraum kühlt jedoch zu stark aus. Die Folge ist, dass viel Heizenergie notwendig ist, um den Raum wieder angenehm zu heizen.

Wir fassen zusammen: Es gibt viele Möglichkeiten, Schimmel durch falsches Lüften zu begünstigen. Doch welche Lösungen gibt es, um effektiv Schimmel zu vermeiden?

Mieter und Hausbesitzer sollten dabei die individuellen Gegebenheiten des Gebäudes und der einzelnen Räumlichkeiten berücksichtigen. Dazu muss man das Raumvolumen, die Fenstergröße und die Raumnutzung kennen. Mit Blick auf das ganze Gebäude ist zum einen die Anströmung des Windes wichtig sowie die Dämmung des Gebäudes. Um das optimale Raumklima bestimmen zu können und damit auch die richtige Dauer beim Lüften sind Faktoren wie das Außenklima, die Lage des Gebäudes und Jahreszeit sowie Tageszeit wichtig. Mit Hilfe technischer Hilfsmittel wie innovativen Klimagriffen am Fenstern lässt sich all dies exakt berechnen und so genau feststellen wann die optimale Zeit zum Lüften ist und wie lange gelüftet werden muss. So können Hausbesitzer und Mieter effektiv Schimmel vermeiden.


Schimmel durch falsches Lüften

Schimmel kann sowohl im Winter wie auch im Sommer entstehen. Das gilt auch für Kellerräume. Nach aktuellen Zahlen gehen 62 Prozent der Bundesbürger davon aus, dass auch im Sommer langes Lüften Schimmel vermeiden hilft. Das ist leider ein fataler Irrtum. Das ganze Jahr über ist die Stoßlüftung das beste Mittel gegen Schimmelbildung. Doch das wissen nur knapp 20 Prozent der Bürger. Wenn im Sommer die ersten warmen Tage aufkommen, nutzen viele Verbraucher die Gelegenheit, um Kellerräume ausgiebig zu lüften, auch, um den muffigen Geruch im Keller zu vertreiben. Meist stehen dann den ganzen Tag über Fenster und Türen offen. Ziel ist, den Keller trocken zu bekommen. Doch erreicht wird das Gegenteil. Es droht Schimmelbildung, weil die warme Außenluft in den Keller gelangt und an den kalten Wänden der Kellerräume kondensiert. Oft ist das nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Doch die Feuchtigkeit der Luft von außen und die kalten Kellerwände können Schimmel begünstigen. Experten raten daher, damit kein Schimmel durch falsches Lüften entsteht, auch in den Kellerräumen täglich etwa zehn Minuten lang eine Stoßlüftung durchzuführen und dabei alle Fenster und Türen zu öffnen. Der vollständige Luftaustausch ist wichtig, um Schimmel vermeiden zu können.


Wie lässt sich auf Dauer Schimmel vermeiden?

Es ist allgemein bekannt, dass Schimmel vor allem der Gesundheit schadet und zudem nicht schön aussieht. Der Schimmelpilz kann Atemwegserkrankungen und Allergien auslösen. Daher ist es besonders wichtig, Schimmel durch falsches Lüften nicht zu begünstigen. Schimmel vermeiden gelingt einfach, wenn man durch richtiges Lüften und Heizen die Feuchtigkeit entzieht und damit den Nährboden für Schimmel entzieht.

Wussten Sie, dass eine Familie mit vier Personen etwa 15 Liter Feuchtigkeit täglich an die Raumluft abgibt? Dazu gehören Atmung und Schweiß, aber auch Tätigkeiten wie Kochen, Duschen oder Wäsche trocknen. Wer Schimmel vermeiden will, muss etwa im Herbst häufiger Lüften, weil die Außenluft feuchter ist als im kühlen Winter. Dabei genügt das Stoßlüften von etwa zehn Minuten täglich völlig. Bleibt das Fenster stundenlang auf, entsteht Schimmel durch falsches Lüften. Im besten Fall messen Verbraucher mit dem Hydrometer regelmäßig den Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Im Idealfall liegt die Luftfeuchtigkeit je nach Raum zwischen 40 und 60 Prozent. So lässt sich Schimmel vermeiden, wenn richtig geheizt wird. Je niedriger die Temperatur im Raum ist, desto öfter muss auch gelüftet werden. Dabei ist das Thema Feuchtigkeit das Wichtigste. Schimmel vermeiden geht einfach, wenn man darauf achtet, dass die Raumluft nicht zu feucht ist. Daher sollte möglichst keine Wäsche im Wohnraum getrocknet werden. Ähnliches gilt beim Baden, Duschen und Kochen. Hier muss öfter gelüftet werden, um zu verhindern, dass die Feuchtigkeit an den Wänden kondensiert. Ein weiterer wichtiger Hinweis ist die ausreichende Belüftung der Außenwände. In Räumen wie Schlafzimmer oder Wohnzimmer sollten die Außenwände immer ausreichend belüftet werden und nicht mit großen Möbeln wie Schränken zugestellt werden. Grundsätzlich sollten Möbel einen Abstand von etwa fünf bis zehn Zentimeter von der Wand haben. So kann die Luft zirkulieren und hinter den Möbelstücken entsteht kein Schimmel an der Wand.


Fazit

In vielen Wohnungen entsteht Schimmel, wenn falsch gelüftet wird. Wer immer nur kippt oder zu kurz oder lange die Stoßlüftung anwendet, muss mit Schimmelbildung rechnen. Wichtig ist auch, nach Möglichkeit regelmäßig die Luftfeuchtigkeit zu messen und richtig zu heizen. Feuchte Räume wie etwa Bad oder Küche müssen häufiger gelüftet werden. Schimmel vermeiden lässt sich auch mit der richtigen Position der Möbel und der ausreichenden Belüftung der Außenwände. Doch nicht nur richtig lüften und heizen vermeidet Schimmel. Ob Schimmel entsteht hängt auch von weiteren Faktoren wie Dämmung, Jahreszeit, der Lage des Gebäudes oder dem Außenklima ab.